"Europäische Debatten"
Elitenbildung in Deutschland und Frankreich

Am 22.04.2004

 

Teilnehmer:

  • Prof. Dr. Helmut Altner, Vorsitzender der Expertengruppe zur Neuordnung der Begabtenförderung im Rahmen des Elitenetzwerkes Bayern; Präsident der Studienstiftung des Deutschen Volkes Prof. Michael Hartmann, Professor für Soziologie an der TU Darmstadt, Autor von "Der Mythos von den Leistungseliten" (2002)
  • Prof. Jean Marc Monteil, Directeur des Enseignements Supérieurs des französischen Ministeriums für Jugend, Lehre und Forschung, ehemaliger Präsident der Universität St-Etienne und erster Vize-Präsident der Hochschulrektorenkonferenz
  • Sophie Lovy-Laszlo, stellvertretende Leiterin der Abteilung für Internationale Beziehungen der ENA (École Nationale d'Administration), Außenberaterin, Absolventin der ENA (promotion Condorcet 1990-92)

Moderation: Dr. Franz Stark, Bayerischer Rundfunk Fernsehen, München

Das Verständnis von Elite und das Verhältnis zur Elitebildung in Deutschland und Frankreich könnte auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Während die Franzosen Elitebildung selbstverständlich als Aufgabe der Gesellschaft betrachten, weicht in Deutschland die historisch begründete Skepsis nur allmählich einer sachbezogenen Diskussion. Denn natürlich sind Eliten fester Bestandteil unserer Gesellschaftssysteme und damit kann es eigentlich nicht mehr um die Frage gehen, ob wir Eliten brauchen oder nicht. Vielmehr muss diskutiert werden, welche Eliten wir benötigen, wie diese beschaffen und ausgebildet sein müssen. Wie bilden sie sich in einer Kultur heraus? Was tut die Gesellschaft und wie gezielt und erfolgreich unterstützen Bildungsinstitutionen und Staat die Besten, damit Eliten überhaupt entstehen können? Wie müssen diese auftreten, um Anerkennung zu finden, glaubwürdig zu sein und so das nötige Vertrauen und die Akzeptanz in der Gesellschaft zu erwerben? Die Diskussionsrunde sollte zum einen Antworten auf diese Fragen geben, zum anderen aber auch einen Vergleich der Elitebildung in Frankreich und Deutschland sowie im gesamteuropäischen Rahmen liefern und Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme diskutieren.

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